Wie wird Worms fit für die Zukunft? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines angeregten Austauschs, zu dem der SPD-Ortsverein Worms-Innenstadt am 30. Juni eingeladen hatte. Gemeinsam mit den Stadtratsmitgliedern Maria Unterschütz und Dirk Beyer diskutierten die Mitglieder über die riesigen Chancen des neuen „Rheinland-PfalzPlans“.
In den kommenden zwölf Jahren stellt dieser Plan der Stadt Worms über 81 Millionen Euro an Fördergeldern aus dem Bund-Länder-Sondervermögen für Klimaschutz und Infrastruktur zur Verfügung. Eine Rekordsumme, die das Gesicht der Stadt nachhaltig prägen soll.
Auf Initiative des Ortsvereins nutzten die Sozialdemokraten den Abend, um Rahmenbedingungen abzuklopfen und konkrete Akzente für die Verwendung der Mittel zu setzen. Maria Unterschütz gab dabei einen Ausblick auf die enorme Bandbreite der Möglichkeiten: „Die Förderung wird in unterschiedlichste Projekte fließen. Von modernen Radwegen über Maßnahmen zur Gesundheitsförderung bis hin zum Bau eines neuen Jugendzentrums ist alles denkbar.“
Für den Ortsverein steht fest, dass die SPD bei dieser Weichenstellung eine unübersehbare Rolle spielen muss und dass Fördergelder nicht in bereits in Planung stehende Projekte fließen dürfen, die auch ohne das Bund-Länder-Sondervermögen finanziert worden wären. Man ist sich einig, dass es in den vergangenen Jahren zahlreiche Ideen der SPD zur Stadtentwicklung gegeben habe, zum Beispiel die Neugestaltung des Ludwigsplatzes, die mangels Finanzierung nicht umgesetzt werden konnten. Jetzt gelte es, die Projekte klug zu priorisieren und das Geld gezielt in
Maßnahmen zu investieren, die die Stadt noch lebenswerter machen. Roland Fleischer untermauerte diese Erwartung mit einer klaren Forderung: „Das Profil der SPD muss bei der Verteilung dieser Mittel absolut erkennbar sein. Unsere Fraktion muss klare eigene Schwerpunkte setzen, die für die Bürgerinnen und Bürger nach außen deutlich sichtbar
werden.“ Es brauche Projekte mit sozialdemokratischer Handschrift, die allen Wormsern im Alltag direkt zugutekommen und zeigen, dass die Stadt handlungsfähig ist.
Der gelungene Austausch war erst der Startschuss: Der Ortsverein wird in den kommenden Sitzungen weitere konkrete Vorschläge ausarbeiten und direkt an die Stadtratsfraktion übermitteln.